Dass sich die Zeiger einer Analoguhr nicht immer zwingend um eine gemeinsame Achse drehen müssen, demonstriert Sander Mulder mit "Continue Time". Zwar geht's für jedes Ärmchen wie gehabt in einem Zyklus einmal um 360 Grad im Kreis, allerdings sind bei Sanders Uhr die Zeiger aneinander gereiht: Das Ende des einen Zeigers ist der Anfang des nächsten... So ergibt sich im Prinzip ein großer, maximal ein Meter langer Zeiger, der vorwiegend zweimal geknickt ist.



Wie so oft war der Zufall nicht ganz unschuldig am Entstehen dieser Idee: Eine Bürouhr ging zu Bruch, nur der Stundenzeiger drehte einsam weiter seine Runden, während die anderen Zeiger sich komplett vom Uhrwerk verabschiedet hatten. Der Einzelzeiger und seine zufälligen Formen reichten dann schon als Ideenlieferant für diese ungewöhliche Uhr aus, die nun bestimmt auch etwas sicherer an der Wand hängt als ihr abgestürzter Vorgänger :-)

"Continue Time" besteht aus Aluminium und Messing. Die farbliche Kombination und natürlich auch die hochwertige, polierte Ausführung sind sehr edel. Das kinetische Kunstwerk wurde in einer limitierten Auflage von 40 Stück produziert. Der Zeitmesser wird zwar mit Strom betrieben, Uhrenliebhaber werden aber wohl auch ohne Unruh und Spiralfeder ihre wahre Freude an den 60 großen und kleinen Zahnrädchen haben, über welche die vierte Dimension in Szene gesetzt wird...



Wie die Herstellungsprozess von "Continue Time" ablief und natürlich wie sich die Uhr in Aktion so präsentiert, zeigt Sander in einem kurzen Video:

Sander Mulder

Sander Mulder wurde 1978 geboren und begann 1996 Design zu studieren. Nach erfolgreichem Abschluss der Design Academy Eindhoven 2002 gründete er sein eigenes Design-Studio.

Seite teilen




Informationen zum Artikel


Artikel von Klaus Schlichter
© .designervolk | Bilder, Video: Sander Mulder


Kommentare


Bisher wurde noch kein Kommentar hinterlassen.